Beginn Zusammenbau der Leiba Cargo

 

Aufgrund der Nachfrage nach dem Baufortschritt der Cargo habe ich mich entschlossen, ab und an in einem Blog den aktuellen Stand darzulegen. Im ersten Eintrag möchte ich alle Leser abholen und kurz erklären, was die Cargo überhaupt ist. Anschließend soll es um die Montage der ersten Komponenten gehen.

 

Die Leiba Cargo ist eine Abwandlung der Leiba Classic und damit ein Velomobil. Ein Velomobil ist ein vollgekapseltes Liegerad. Die Leiba Classic wird von Vasili Gess aus Gifhorn entwickelt und gebaut (www.leiba.de). Vasili Gess baut vier verschiedene Velomobil-Modelle: Leiba Classic, Leiba Hybrid, Leiba X-Stream und Record. Vasili Gess arbeitet an einer Leiba L, die ähnlich wie die Leiba Cargo aussieht. Bei ihm wird jedoch keine Seitentür zum Einsatz kommen.

 

Elmar Maier, ein Velomobilbauer aus Hüfingen, entschied sich dazu, die Leiba Classic zu verlängern und zerschnitt daher eine Karosse. Die beiden Teile wurden anschließend mit einem verlängerten Fenster auf der linken und einer weiteren Tür im rechten Seitenbereich verbunden.

  

Einer der ersten Karossen der Leiba Cargo von Elmar Maier habe ich gekauft und mit Versteifungen versehen. Dabei habe ich einen sehr hohen Wert auf Seitenaufprallschutz gelegt, weshalb die Karosse deutlich schwerer geworden ist als eine normale Cargo. Hinzu kommt ein spezieller Antriebsstrang, der das Velomobil schwerer macht und bei Wartungen in Seitenlage eine hohe Belastung für die Seitenwände darstellt.

 

 

Heute konnte ich es mir nicht nehmen lassen, ein wenig mit dem Zusammenbau zu beginnen. Vorher habe ich jedoch alle Komponenten gewogen. Die Karosse hat durch das Lackieren von 33,2kg auf 36,2kg zugelegt. Grund waren Lunker und Bohrungen, die verschlossen werden mussten, sowie Unebenheiten auf der Außenhaut. Außerdem ist der Unterboden mit einem extrem kratzfesten Lack versehen worden, der auch in Radhäusern von Geländewagen zum Einsatz kommt. Gleiches gilt für den Innenbau. Wer Ultraleichtbau in seiner reinsten Form sucht, wird hier nicht glücklich. Das Fahrzeug soll extrem robust und alltagstauglich werden. So fährt es auf Stahlfederbeinen und Stahlschwinge, welche aber die gleichen Abmaße und die gleiche Wandstärke haben wie die Aluminiumversion aus der Serie. Ebenso sind sehr robuste Felgen und Speichen verbaut.

 

Ziel ist es, dass dieses Fahrzeug zwei Erwachsene mit jeweils 90kg transportieren kann und dabei maximal genau so viel wiegt. Kurzum: Es soll ca. das doppelte des eigenen Gewichts transportieren können. Dies ist, verglichen mit modernen Velomobilen, kein guter Wert. Ich würde dieses Fahrzeug aber auch nicht als Konkurrenz zu Alpha7, DF, Milan, Quest, Quatrrovelo und Co sehen. Das Fahrzeug gehört eher in die Gattung "Cargomobil". Im Vergleich zu einem PKW ist dieses Fahrzeug dennoch sehr effizient. Dennoch möchte ich mir ein Gesamtgewicht von 80kg statt 90kg als persönlichen Ansporn setzen.

 

Wie zahlreiche Testfahrer*Innen bezeugen können, ist das Erklimmen auch heftiger Steigungen mit zwei Erwachsenen möglich. Das Fahrzeug ist für die kurze Strecke meiner Frau zu ihrer Arbeitsstätte gebaut worden. Sie wollte keine Kette, welche von vorne bis hinten durchgängig ist, weil sie Angst vor Kettenabwürfen hatte. Daher wird dieses Fahrzeug ein serieller Hybdrid mit Generator- und Motor-Einheit. Der Mensch erzeugt also Strom und Spannung und lädt sie in den Akkumulator.

 

Ich bin aber auch schon viele tausend Kilometer mit der Cargo zwischen Wolfenbüttel und Salzgitter-Bad gependelt. Nun erfolgt der Zusammenbau in "schön". Genau das möchte ich in diesem Blog dokumentieren. Zum Schluss bleibt mir nur Elmar Maier zu zitieren: "Bei Fragen fragen". Siehe Kontaktdaten.

 

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